Rhythmus – Alles ist immer in Bewegung

Der Mensch sieht, daß nichts wirklich „ist“, sondern alles werdend und wechselnd. Nichts steht still – alles wird geboren, wächst, stirbt – im selben Moment, da ein Ding seinen Höhepunkt erreicht, beginnt schon sein Verfall – das Gesetz vom Rhythmus wirkt beständig – es gibt keine Wirklichkeit, andauernde Eigenschaft, Festigkeit oder Wesentlichkeit – nichts ist beständig als nur der Wechsel.

Er sieht, daß alles sich aus anderen Dingen entwickelt und sich in anderen Dingen auflöst – fortwährende Aktion und Reaktion; Einfließen und Ausfließen; Schöpfung und Zerstörung; Geburt, Wachstum und Tod. Nichts dauert an als nur der Wechsel.

Quelle: Das Kybalion; S. 43/44 (Das All), geschrieben vor etwa 3.000 Jahren

Sie kennen vermutlich die Heraklit (um 550-480 v. Chr.) zugeschriebeneAussage „Panta rhei“ (Alles fließt). In unserem Sprachgebrauch verwenden wir gern diesen Begriff, wenn wir eine Veränderung ausdrücken wollen. Ob wir dabei immer daran denken, welche enorme Bedeutung sich dahinter verbirgt?

Viele Menschen haben regelrecht Angst vor Veränderungen; sei es am oder um den Arbeitsplatz, sei es im Privatleben. Sie wollen lieber festhalten, sich einrichten in einen geordneten Zustand. Doch der Lauf der Welt läßt das nicht zu.

Die Teilnehmer in meinen Seminaren trainieren den Umgang mit dem Rhythmus. Sie wollen verstehen lernen, um schließlich zu erkennen, daß es keinen Stillstand gibt. Es dient der Persönlichkeitsentwicklung und damit unserem eigenen Wohlbefinden, wenn wir akzeptieren, daß alles in Bewegung ist. Ein- und Ausatmen, Ebbe und Flut, Tag und Nacht – immer ist alles ständig im Rhythmus. Diese Teilnehmer erkennen Chancen, die Veränderungen bewirken, sie ergreifen selbst die Initiative, gestalten ihr Leben. Es ist wie geistiges Wellenreiten, wenn sie im Rhythmus der Zeit die Übersicht behalten und gelassen den Tag genießen können.


Für die Inhalte dieses Artikels ist nicht top-experten.com, sondern Manfred Flügge verantwortlich.

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