Die Augen – Spiegel der Befindlichkeit

Die aufgerissenen Augen

Aufgerissene Augen sprechen für ein starkes Interesse an anderen, ja, sie können eine unschwer zu erkennende Bewunderung für deren Gedanken und Handlungen zum Ausdruck bringen. Hoffnungen und Erwartungshaltungen können auf diese Weise widergespiegelt werden. Gleiches gilt für erfüllte Wünsche und die Freude darüber. Diese Augen können andererseits davon sprechen, dass angesichts bestimmter Ereignisse sich Angst breit macht, dass man sein Entsetzen mitteilen will, aber auch davon, dass man sich direkt bedroht fühlt.

Die normal geöffneten Auge

Schaut man in solche Augen, kann man zu Recht auf Glaubwürdigkeit und Offenheit schließen. Mit diesen Augen tritt man an andere unvoreingenommen und vorurteilsfrei heran, signalisiert Aufgeschlossenheit und Aufmerksamkeit. Sie bekunden eine innerliche Teilnahme am Geschehen.

Die verhängten Augen

Diese Augen sprechen für Langeweile und Gleichgültigkeit dem Geschehen gegenüber. Hier geht momentan das Leben an jemandem vorbei. Unter Umständen kann die Gefühlslage des Betreffenden so weit aus dem Gleichgewicht geraten sein, dass Resignation und eine zumindest zeitweilige Preisgabe des eigenen Selbstwertgefühls die Oberhand gewinnen. Es kann deshalb nicht verwunden, dass diese Augen von einer gewissen Selbstisolation sprechen, die bewusst den Kontakt zu anderen scheut oder zu vermeiden sucht.

Die geschlossenen Augen

Sie bringen zunächst eine Steigerung des oben gesagten zum Ausdruck. Die Geschlossenheit dieser Augen symbolisiert körpersprachlich die Abgeschlossenheit eines Ichs von seinen Mitmenschen und der Welt. Im übertragenen Sinne wird hier so verfahren, wie wir es vom Vogel Strauß kennen: man glaubt nichts zu sehen und deshalb auch nicht gesehen zu werden.

Man sollte sich auf diese Deutung nicht festlegen. Häufig kommt es vor, dass jemand, der die Augen geschlossen hält, urplötzlich und unerwartet in Diskussionen eingreift und sehr gezielte Fragestellungen aufwirft. Dann sprechen diese Augen für jemanden, der äußerst aufmerksam das Geschehen verfolgt hat und sich lediglich durch nichts in seinen Überlegungen ablenken lassen wollte. Übrigens hält auch der häufig die Augen geschlossen, der sich dem vollen Genuss äußerer Eindrücke hingibt. Man kann das sehr oft in Konzertsälen beobachten.

Die einseitig zugekniffenen Augen

Hier wird der verstandes -oder gefühlsmäßige Gleichklang mit anderen signalisiert. Eine im Stillen und Verborgenen getroffene heimliche Übereinkunft bringt sich so andeutungsweise an die Öffentlichkeit.

Die zugekniffenen Augen

In der Hauptsache kneift man beide Augen zu, wenn man seine Unzufriedenheit nicht nur mit der Umwelt, sondern auch mit sich selber zum Ausdruck bringen will und sich irgendwie unwohl fühlt. Diese Augen können daher auch Ausdruck körperlicher wie seelischer Schmerzen sein. Sie sprechen bedrückende Gedanken und Vorstellungen aus. Vielerorts aber auch sind sie das Spiegelbild äußerster geistiger Konzentration und der Absicht, eine größtmögliche Anzahl von Eindrücken zu verarbeiten.

Die schlitzartig verengten Augen

Wer so in die Welt schaut, will wissentlich und damit vorsätzlich das Selbstwertgefühl seiner Mitmenschen in Frage stellen. Diese Augen strahlen häufig übertriebenes Misstrauen aus. Schlitzartig verengte Augen sprechen für jemanden, der anderen von vornherein schlechte Absichten unterstellt und deshalb in seinem Umgang mit ihnen äußerste Vorsicht und Zurückhaltung an den Tag legt.


Für die Inhalte dieses Artikels ist nicht top-experten.com, sondern Bernhard P. Wirth verantwortlich.

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