Mit dem Mund reden – ohne ein Wort sagen

Der offene Mund

Der offene Mund widerspiegelt erfahrungsgemäß Überraschung oder Angst angesichts eines unerwartet eingetretenen Ereignisses. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, ihn als Ausdruck allgemeinen Erstaunens zu deuten.

Der betont geschlossene Mund

Wenn jemand eine schwierige Überlegung oder körperlich anstrengende Handlung zu Ende gebracht hat, kann er das mit dem betont geschlossenen Mund seinen Mitmenschen mitteilen. Diese Mimik zeigt sich auch dann, wenn man unter allen Umständen sein Schweigen nicht brechen und andere auf diese Tatsache aufmerksam machen will. Auf jeden Fall bringen sich so körperliche oder seelische Anspannungen ins Spiel, die man momentan für sich behalten und anderen nicht mitteilen will.

Der geschlossene Mund

Dieser Mund spricht wortlos von einer eingetretenen inneren Ruhe und Ausgeglichenheit, die ganz offensichtlich für den Augenblick beibehalten werden möchte. Stellungnahmen oder Meinungen sind nicht zu erwarten, man befindet sich in einer neutralen Grundhaltung.

Die gesenkten Mundwinkel

Die gesenkten Mundwinkel sprechen von Enttäuschung, können Trauer offenbaren und signalisieren einen schmerzlichen Verlust. Als Widerspiegelung eigener Gefühlsregungen sind diese Mundwinkel Zeichen zeitweiliger Depressionen, die die unterschiedlichsten Reaktionen erwarten lassen: Teilnahmslosigkeit oder Ablehnung des Kontaktes zu anderen.

Die angehobenen Mundwinkel

Mit dieser Mimik wollen sich aktuelle Freude sowie eine positive Grundstimmung mitteilen.

Der prüfende Mundzug

Hier drückt sich eine abwartende, abwägende oder abschätzende Haltung aus. Sie ist am Anfang von Überlegungen oder Handlungen zu finden, über deren Sinn oder Ende man sich nicht im Klaren ist.

Der genießende Mundzug

Dieser Mundzug kündigt innere Vorfreude auf kommenden angenehme Ereignisse oder sinnliche Genüsse an.

Der verbissene Mundzug

Diese Mimik bringt innere Unzufriedenheit nach außen und kann davon sprechen, dass jemand ein schweres persönliches Problem hast, das derzeit nicht gelöst werden kann. Zeigt sich der «verbissene» Mundzug über einen längeren Zeitraum hinweg, ist zu vermuten, dass Verbitterung infolge andauernder Enttäuschungen oder Misserfolge im Leben Ursache dieser Mimik ist.

Der sorgenvolle Mundzug

Auch diese Mimik resultiert in der Regel aus innerer Unzufriedenheit, bekundet aber mehr die Anteilnahme an den Problemen oder Schwierigkeiten anderer. Man macht sich Sorgen um die Befindlichkeit seiner Mitmenschen oder zeigt aufrichtige Anteilnahme an ihrem Schicksal.


Für die Inhalte dieses Artikels ist nicht top-experten.com, sondern Bernhard P. Wirth verantwortlich.

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