Eigene Begrenzungen sprengen

Eine junge Frau bereitet sich auf den College-Besuch vor. Sie hat sich über viele Möglichkeiten informiert und würde sich am liebsten an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät einer der angesehensten Universitäten bewerben.

Allerdings glaubt sie, dort würden sich so viele um die Aufnahme bewerben, daß sie keine Chance hätte. Um „realistisch“ zu sein und eine Enttäuschung zu vermeiden, beschließt sie, sich nur bei einigen Fakultäten von eher mittelmäßigem Ansehen zu bewerben. Während sie die Bewerbungsunterlagen ausfüllt, erklärt sie ihrer Mutter den Grund für ihre Entscheidung: „Ich bin mir sicher, daß die großen Universitäten mit Bewerbungen überschwemmt werden.“ Ihre Mutter antwortet: „Für jemanden, der gut ist, gibt es immer einen Platz.“

Die in der Aussage der Mutter enthaltene simple Wahrheit inspiriert die junge Frau dazu, ihre Bewerbung auch an die angesehene Universität zu schicken, für die sich eigentlich am meisten interessiert. Zu ihrer Überraschung und Freude wird sie dort angenommen und schafft damit die Voraussetzungen für eine äußerst erfolgreiche Karriere als Wirtschaftsberaterin.

Quelle: Robert B. Dilts, Die Magie der Sprache; Junfermann 2001

Wie oft kommt es vor, daß wir uns selbst begrenzen? Wie häufig ist es bei anderen zu beobachten? Das kann ich nicht; das liegt mir nicht; dafür bin ich nicht geeignet…, so lauten im wesentlichen die Aussagen, die unser Tun und unsere Leistungen extrem begrenzen. Diese negativen Urteile über uns selbst haben viel weitreichendere Folgen als viele Menschen denken. Mit dieser Einstellung legen wir den Grundstein für reihenweise Mißerfolge. Die logische Konsequenz daraus ist mangelndes Selbsbewußtsein. Kann das erstrebenswert sein?

Die Teilnehmer meiner Seminare lernen und trainieren, sich dieser Gedankenwelt zu entziehen. Positiv eingestellte Personen gehen einfach davon aus, daß ihre Aufgaben zum Erfolg führen. Mit dieser Denkungsweise ergeben sich eine Menge Ideen für Maßnahmen und Wege, die Ziele zu erreichen. Wer weiß, was er will, erreicht sein Ziel. Oder: Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Auf diesem Weg finden tatkräftige Menschen mancherlei Hindernisse. Allerdings ermöglicht ihnen ihre Einstellung, die Hindernisse zu umgehen, nach neunen Wegen zu suchen oder gegebenenfalls ein Ziel in Frage zu stellen.

Aber sie geben nicht auf, sie resignieren auf keinen Fall. „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man was Schönes bauen“, wußte schon Johann Wolfgang von Goethe.

Dieser Glaube an sich und an die eigenen Fähigkeiten äußert sich in einem gesunden und gefestigten Selbstwertgefühl. Daraus wiederum erwachsen Mut und Kraft auch zu unkonventionellen Möglichkeiten. Solche Persönlichkeiten riskieren etwas und sehen ein Nein oder ein Scheitern keineswegs als Niederlage, sondern als Lerngewinn. Haben Sie Mut und gewinnen Sie!


Für die Inhalte dieses Artikels ist nicht top-experten.com, sondern Manfred Flügge verantwortlich.

Kommentieren ist momentan nicht möglich.